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Ökostrom

Strom aus umweltfreundlichen Energiequellen

Ökostrom Strom kann aus unterschiedlichen Energieträgern gewonnen werden. Grob kann man hier zwei verschiedene Arten unterscheiden. Zum einen fossile Energieträger, wie beispielsweise Kohle, Erdgas oder Erdöl. All diese Energieträger sind erschöpfbar, werden der Menschheit also nicht dauerhaft zur Verfügung stehen. Zum anderen erneuerbare Energieformen wie Wind-, Wasser oder Sonnenkraft. Diese sind unerschöpflich und beziehen ihre Energie aus der natürlichen Energie, die die Erde und die Umwelt zur Verfügung stellen. Diese erneuerbaren Energien fallen in der heutigen Zeit in die Gruppe der Energieträger, aus denen „Ökostrom“ hergestellt werden kann. Eine Sonderform nimmt hierbei die Atomkraft ein. Die Spaltung der Atome und die damit freiwerdende Energie sind fast unerschöpflich und prinzipiell umweltfreundlich, das Risiko einer Kernschmelze ruft jedoch mehr und mehr Kritiker auf den Plan. Jeder Mensch erinnert sich beispielsweise noch an den Reaktorunfall in Tschernobyl Mitte der 1980er Jahre.

Welche erneuerbaren Energiequellen werden genutzt?

Ökostrom - WindenergieDie heutzutage am meisten genutzten erneuerbaren Energiequellen sind bisher Windenergie sowie Kleinwasserkraftwerke. Ein Schattendasein und nur verschwindend gering beteiligt an der Gesamtenergie, die jährlich in Deutschland gewonnen wird, sind hingegen Biogas, Biomasse, Photovoltaik, Solar- und Geothermie. Hauptgrund hierfür sind die relativ hohen Kosten der genannten Energiequellen, die eine wirtschaftlich zufriedenstellende Rentabilität bisher nicht gewährleisten können. Hier besteht noch deutlicher Handlungsbedarf der Forschung und Wissenschaft. Beispielsweise benötigen Solarkollektoren, die in den Bereich der Photovoltaik fallen, große Flächen und liefern gemessen am benötigten Platzbedarf nur eine geringe Energie. Das Verhältnis zwischen Input und Output ist hierbei also deutlich im Ungleichgewicht.

Als Zwischenlösung um den Übergang zwischen fossilen und erneuerbaren Energieträgern zu gewährleisten, fungieren heutzutage große Wasserkraftwerke, die jedoch nur bedingt in die Kategorie umweltfreundlich einzustufen sind.

Wo und wie bekommt man Ökostrom?

In der heutigen Zeit des umweltbewussten Denkens entscheiden sich mehr und mehr Menschen den meist etwas teureren, aber dafür umweltschonenden Ökostrom zu beziehen. Dieser hat seinen Namen aufgrund der Tatsache, dass bei der Erzeugung dieses Stroms ausschließlich regenerative, also erneuerbare Energieformen als Energieträger dienen, aus denen elektrischer Strom gewonnen wird. Seit einigen Jahren sind die Stromanbieter in Deutschland dazu verpflichtet, die Herkunftsart ihres Stroms zu kennzeichnen. Hierbei verpflichten sich die einzelnen Stromanbieter exakt so viel Strom aus ökologisch unbedenklichen Energiequellen in das Stromnetz einzuspeisen, wie der Verbraucher benötigt. Oftmals steht dem Verbraucher vor dem Beziehen von Ökostrom ein Anbieterwechsel bevor. Hierbei übernimmt der neue Stromanbieter jedoch den bürokratischen Aufwand des Wechsels, so dass der Verbraucher dem neuen Anbieter außer seiner Stromzählernummer nur seine persönlichen Daten übergeben muss. Unser Stromanbietervergleich lässt eine Selektion zu, mit der Sie sich nur Ökostrom-Tarife anzeigen lassen können. Der Wechsel geschieht komfortabel und bereits nach wenigen Wochen können Sie wunschgemäß Ökostrom beziehen.

Bekomme ich wirklich Ökostrom?

Grüner Strom LabelStromerzeugungs-Zertifikate belegen die ökologische Produktion eines Stromanbieters. Dieses Label sorgt für eine höhere Transparenz für den Verbraucher, der auf einen Blick erkennen kann, ob sich der jeweilige Stromanbieter an den Kriterien des ökologisch verträglich erzeugten Stroms orientiert. Verschiedene Zertifizierungen des TÜV und etwa das „Grüner Strom Label“ sind Garanten für die Erfüllung dieses Kriterien. Von zentraler Bedeutung bei der Zertifizierung ist die Bedingung, dass der Stromanbieter zwingend neue Produktkapazitäten erschließen muss, die das Prädikat Ökostrom verdienen. Die erhöhte Produktion in umweltverträglich hergestellter elektrischer Energie im Vergleich zu Energie, die aus fossilen Energieträgern gewonnen wird, ist zusätzlich ein Kriterium für die Zertifizierung.

Reine Ökostromanbieter sind in Deutschland nach wie vor in der Minderheit. Erster Anbieter auf dem Strommarkt war hier die „Naturstrom AG“, die gewissermaßen Pionierarbeit auf dem Gebiet des Ökostroms geleistet hat und im Jahre 1998 in Düsseldorf gegründet wurde. Ihr Motiv war es nach eigenen Angaben den „Ausbau der erneuerbaren Energien zu stärken“. Reine Ökostromanbieter sind heute z.B. „Greenpeace Energie“ mit einem Kundenanteil von 80.000 im Jahr 2008 sowie die „Elektrizitätswerke Schönau“ mit rund 68.000 Kunden ebenfalls im Jahr 2008. Der Anbieter „LichtBlick“ mit derzeit etwa 400.000 Kunden nimmt eine Sonderposition im Bereich der Ökostromanbieter ein, da er zu Spitzenlasten Strom aus fossilen Energieträgern hinzukauft und damit nicht zu den reinen Ökostromanbietern zu zählen ist.

Deutschlandweit größter Nutzer von Ökostrom ist nach eigenen Angaben heute die „Rewe Group“, die ihren jährlichen Strombedarf in Höhe von zwei Terawattstunden künftig komplett mit Ökostrom abdecken will.

Ökostrom - Die Zukunft

Um das Angebot an Ökostrom in naher Zukunft weiterhin ausbauen zu können und für den Endverbraucher auch preislich attraktiv zu gestalten, sind weitere Forschungen in den einzelnen Bereichen der regenerativen Energien unumgänglich. Zudem sollte der Gesetzgeber für eine weiterhin hohe Transparenz für den Verbraucher sorgen und einer Verschleierung seitens der Stromanbieter bezüglich ihres angebotenen Stroms entgegenwirken.

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