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Neue Eigentümer bei teldafax
3 Beiträge • Seite 1 von 1
Neue Eigentümer bei teldafax
nachdem es ja schon lange Wirbel um mögliche geheimnisvolle neue Investoren gab, scheint nun langsam Licht in das Dunkel um Teldafax zu kommen.
Bisher bekannt war, daß es möglicherweise eine Art Schneeballsystem gab. Dies scheint sich nun zu bestätigen.
Aber der Reihe nach.
Am 11.03.2011 konnte man in der Presse lesen, daß die Investoren, die bereits im Herbst Geld in das Unternehmen gepumpt haben sollen, die Rede ist von einem zweistelligen Millionenbetrag, sich nun der staunenden Öffentlichkeit präsentieren würden.
Was zuvor schon verlautete, war, daß es sich bei den geheimnisvollen Investoren um ein russisches Energieunternehmen und eine Fondsgesellschaft handeln sollte.
Jetzt soll die Notbremse gezogen werden und ein Sanierer als neuer Vorstandschef installiert werden. Die alten Führungsmitglieder bleiben aber wohl noch mit an Board - allerdings ohne weitere Verfügungsgewalt, so soll die Haftbarkeit erhalten bleiben. So ähnlich jedenfalls.
Um den Kaufpreis wird auch ein mittleres Geheimnis gemacht. Bei 800.000 Kunden soll der Wert laut alter Mannschaft bei 80 Millionen liegen, tatsächlich gezahlt worden sei möglicherweise aber nur knapp 4 Millionen.
Fakt scheint nur zu sein, daß einer der Gründer von teldafax sich darin gefiel, Lieferantenrechnungen so spät wie möglich zu bezahlen und auf der anderen Seite möglichst große Vorkasse einzuziehen. Womit wir wieder beim Schneeball wären.
Bayer 04 bekommt aber noch Geld, schön brav. Aber man will ein gespräch, um endlich klarer zu sehen, so Bayer-Geschäftsführer W. Holzhäuser.
Soweit der Stand vom 11.03.2011
Und nun gehts munter weiter.
Einen Tag später, vermutlich nach der Pressekonferenz der neuen Eigner, zeigt sich, es gibt gar keinen russischen Geheimretter.
Vielmehr haben eine Finanzfirma und ein Beteiligungsunternehmen (CPA Invest 51% / Sigma Citation) den Laden übernommen.
Sanieren soll ein Experte, Hans-Gerd Höptner geheißen.
Somit eine Insolvenz vorerst nicht geplant in Sicht ist. Wohl aber eine Preiserhöhung, denn der Strom wurde bisher wohl unter Einstandspreis an den Kunden gebracht.
Soweit die Nachrichten. Wir werden sehen, wie es weitergeht mit Teldafax.
Quelle: ksta vom 11.03.2011 und 12.03.2011
Bisher bekannt war, daß es möglicherweise eine Art Schneeballsystem gab. Dies scheint sich nun zu bestätigen.
Aber der Reihe nach.
Am 11.03.2011 konnte man in der Presse lesen, daß die Investoren, die bereits im Herbst Geld in das Unternehmen gepumpt haben sollen, die Rede ist von einem zweistelligen Millionenbetrag, sich nun der staunenden Öffentlichkeit präsentieren würden.
Was zuvor schon verlautete, war, daß es sich bei den geheimnisvollen Investoren um ein russisches Energieunternehmen und eine Fondsgesellschaft handeln sollte.
Jetzt soll die Notbremse gezogen werden und ein Sanierer als neuer Vorstandschef installiert werden. Die alten Führungsmitglieder bleiben aber wohl noch mit an Board - allerdings ohne weitere Verfügungsgewalt, so soll die Haftbarkeit erhalten bleiben. So ähnlich jedenfalls.
Um den Kaufpreis wird auch ein mittleres Geheimnis gemacht. Bei 800.000 Kunden soll der Wert laut alter Mannschaft bei 80 Millionen liegen, tatsächlich gezahlt worden sei möglicherweise aber nur knapp 4 Millionen.
Fakt scheint nur zu sein, daß einer der Gründer von teldafax sich darin gefiel, Lieferantenrechnungen so spät wie möglich zu bezahlen und auf der anderen Seite möglichst große Vorkasse einzuziehen. Womit wir wieder beim Schneeball wären.
Bayer 04 bekommt aber noch Geld, schön brav. Aber man will ein gespräch, um endlich klarer zu sehen, so Bayer-Geschäftsführer W. Holzhäuser.
Soweit der Stand vom 11.03.2011
Und nun gehts munter weiter.
Einen Tag später, vermutlich nach der Pressekonferenz der neuen Eigner, zeigt sich, es gibt gar keinen russischen Geheimretter.
Vielmehr haben eine Finanzfirma und ein Beteiligungsunternehmen (CPA Invest 51% / Sigma Citation) den Laden übernommen.
Sanieren soll ein Experte, Hans-Gerd Höptner geheißen.
Somit eine Insolvenz vorerst nicht geplant in Sicht ist. Wohl aber eine Preiserhöhung, denn der Strom wurde bisher wohl unter Einstandspreis an den Kunden gebracht.
Soweit die Nachrichten. Wir werden sehen, wie es weitergeht mit Teldafax.
Quelle: ksta vom 11.03.2011 und 12.03.2011
Zuletzt geändert von ulf am 5. April 2011, 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
- ulf
- Beiträge: 51
- Registriert: 26. Januar 2009, 17:08
Re: Neue Eigentümer bei tedafax
Da ich nicht so oft hier vorbeischaue, mal wieder gesammelt die neuesten News über den Stromlieferanten Teldafax.
In der Wochenendausgabe vom 26.03.2011 steht, daß diverse Netzbetreiber (also die, die wirklich den Strom liefern) ihre Liefervertäge mit Teldafax gelündigt haben, weil die ihre Rechnungen nicht bezahlen. Böse aber auch.
Wie das Unternehmen Teldafax mitteilt, sei man mit den Betreibern im Gespräch und die offenen Rechnungen zügig bezahlt werden würden.
Der Tip, die Lieferverträge aufzukündigen, kam scheinbar wohl von der Bundesnetzagentur. Hört, Hört.
Weiter geht es dann am Dienstag, 29.03. Da ist dann zu lesen, daß es schon wieder einen Eigentümerwechsel bei Teldafax gegeben habe. Die CPA Invest, die oben ja noch als Käufer angegeben wurde, hat scheinbar kalte Füße bekommen und sich aus dem Geschäft verabschiedet. Übernommen hat die Anteile nun eine Firma mit Sitz auf Zypern. Dahinter stehen wohl einmal mehr russische Geschäftsleute.
Im kleinen Handgepäck haben die Russen, so verlautbarte seitens Teldafax, ein paar Millionen, damit sollen dann die Lücken im Etat gefüllt werden.
Obwohl das ja eigentlich alles wieder sehr gut klingt, steht nun heute in der Zeitung, daß immer mehr Netzbetreiber ihre Zusammenarbeit einstellen wollen. Teldafax geht so scheinbar buchstäblich der Saft aus.
Auch die Durchleitung von Strom und Gas wollen die Netzbetreiber einstellen.
Waren es bisher nur kleinere, die diesen Weg gehen, greifen zunehmend auch größere zu diesen Mitteln.
Aber Teldafax wirbt trotzdem weiter munter Kunden, die aber dann gar nicht mehr beliefert werden können, so der Artikel weiter. Erklärt wird das mit der undurchsichtigen Lage. Nur wo man definitiv wüßte, daß man nicht liefern könne, schreibe man auch keine Veträge mehr.
Warum Rechnungen seitens Teldafax noch immer nicht oder nur zögerlich beglichen werden, wird mit dem verspäteten Zahlungseingang des neuen Miteigentümers aus Zypern begründet. Wahrscheinlich dauert eine EU-Überweisung einfach so lang.
Um endlich Gewinn zu machen, was ja eigentlich Sinn und Zweck eines Unternehmens sein sollte, gibt es zur Zeit nur einen Tarif - und der ist oft teurer als die Sonderliefervertäge der lokalen Stromversorger. Erst später sollen wieder günstigere Tarife angeboten werden. Soweit der aktuelle Vorstandschef.
Noch ein paar Worte für die Kunden, die von Teldafax beliefert werden, oder auch nicht: Wer bei Teldafax durchfällt, wird automatisch wieder vom lokalen Versorger beliefert. Das man also ohne Strom dasteht, ist eher auszuschließen. Wer die Zeche zahlt, wird sich allerdings noch erweisen.
Die Verbraucherzentrale in NRW teilt im übrigen mit, daß man im Falle einer Netzsperre ein außerordentliches Kündigungsrecht habe. Ist ja auch logisch. Irgendwie. Frist hierbei sei ein Monat, die Kündigung auszusprechen zum Monatsende.
Möglicherweise sei es bei kurzen Restlaufzeiten des Vertrages günstig, den Vertrag einfach auslaufen zu lassen. Denn bei der Kündigung riskiere man beim Vorkassegeschäftsmodell langwierige Rechtsstreitigkeiten. Und im Falle der Insolvenz, die ja nicht auszuschließen ist, schaut man sowieso in die Röhre.
Quelle: KSTA, alle Angaben nach bestem Gewissen, aber ohne Gewähr
In der Wochenendausgabe vom 26.03.2011 steht, daß diverse Netzbetreiber (also die, die wirklich den Strom liefern) ihre Liefervertäge mit Teldafax gelündigt haben, weil die ihre Rechnungen nicht bezahlen. Böse aber auch.
Wie das Unternehmen Teldafax mitteilt, sei man mit den Betreibern im Gespräch und die offenen Rechnungen zügig bezahlt werden würden.
Der Tip, die Lieferverträge aufzukündigen, kam scheinbar wohl von der Bundesnetzagentur. Hört, Hört.
Weiter geht es dann am Dienstag, 29.03. Da ist dann zu lesen, daß es schon wieder einen Eigentümerwechsel bei Teldafax gegeben habe. Die CPA Invest, die oben ja noch als Käufer angegeben wurde, hat scheinbar kalte Füße bekommen und sich aus dem Geschäft verabschiedet. Übernommen hat die Anteile nun eine Firma mit Sitz auf Zypern. Dahinter stehen wohl einmal mehr russische Geschäftsleute.
Im kleinen Handgepäck haben die Russen, so verlautbarte seitens Teldafax, ein paar Millionen, damit sollen dann die Lücken im Etat gefüllt werden.
Obwohl das ja eigentlich alles wieder sehr gut klingt, steht nun heute in der Zeitung, daß immer mehr Netzbetreiber ihre Zusammenarbeit einstellen wollen. Teldafax geht so scheinbar buchstäblich der Saft aus.
Auch die Durchleitung von Strom und Gas wollen die Netzbetreiber einstellen.
Waren es bisher nur kleinere, die diesen Weg gehen, greifen zunehmend auch größere zu diesen Mitteln.
Aber Teldafax wirbt trotzdem weiter munter Kunden, die aber dann gar nicht mehr beliefert werden können, so der Artikel weiter. Erklärt wird das mit der undurchsichtigen Lage. Nur wo man definitiv wüßte, daß man nicht liefern könne, schreibe man auch keine Veträge mehr.
Warum Rechnungen seitens Teldafax noch immer nicht oder nur zögerlich beglichen werden, wird mit dem verspäteten Zahlungseingang des neuen Miteigentümers aus Zypern begründet. Wahrscheinlich dauert eine EU-Überweisung einfach so lang.
Um endlich Gewinn zu machen, was ja eigentlich Sinn und Zweck eines Unternehmens sein sollte, gibt es zur Zeit nur einen Tarif - und der ist oft teurer als die Sonderliefervertäge der lokalen Stromversorger. Erst später sollen wieder günstigere Tarife angeboten werden. Soweit der aktuelle Vorstandschef.
Noch ein paar Worte für die Kunden, die von Teldafax beliefert werden, oder auch nicht: Wer bei Teldafax durchfällt, wird automatisch wieder vom lokalen Versorger beliefert. Das man also ohne Strom dasteht, ist eher auszuschließen. Wer die Zeche zahlt, wird sich allerdings noch erweisen.
Die Verbraucherzentrale in NRW teilt im übrigen mit, daß man im Falle einer Netzsperre ein außerordentliches Kündigungsrecht habe. Ist ja auch logisch. Irgendwie. Frist hierbei sei ein Monat, die Kündigung auszusprechen zum Monatsende.
Möglicherweise sei es bei kurzen Restlaufzeiten des Vertrages günstig, den Vertrag einfach auslaufen zu lassen. Denn bei der Kündigung riskiere man beim Vorkassegeschäftsmodell langwierige Rechtsstreitigkeiten. Und im Falle der Insolvenz, die ja nicht auszuschließen ist, schaut man sowieso in die Röhre.
Quelle: KSTA, alle Angaben nach bestem Gewissen, aber ohne Gewähr
- ulf
- Beiträge: 51
- Registriert: 26. Januar 2009, 17:08
Re: Neue Eigentümer bei teldafax
Irgendwo habe ich kürzlich gelesen, daß immer mehr Netzbetreiber die Zusammenarbeit einstellen mit Teldafax. Es scheint ein Glücksspiel zu werden, bei der Firma Neukunde zu werden, solange die Dinge dort nicht geregelt sind.
- Micha
- Beiträge: 435
- Registriert: 26. Januar 2009, 12:42
3 Beiträge • Seite 1 von 1
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