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Fossile Energieträger

Kohle, Erdöl und Erdgas - Auslaufmodelle?

Erdöl Fossile Energieträger sind bereits seit dem 19. Jahrhundert die Stütze unseres Wohlstandes und unserer Energieversorgung. Zu den am meisten verwendeten Stoffen gehören dabei Braunkohle, Steinkohle, Erdöl und auch Erdgas. In der jüngsten Vergangenheit haben hohe Ölpreise und die voranschreitende Umweltverschmutzung immer wieder die Frage aufgeworfen, wie lange die fossilen Energieträger noch unseren Energiebedarf decken können und welche Alternativen es dazu gibt. Trotz einer stetigen Verknappung wird im Folgenden eine Übersicht über die fossilen Energieträger präsentiert, die alle wichtigen Faktoren um diese bedeutenden Brennstoffe berücksichtigt.

Was sind fossile Energieträger?

Die fossilen Energieträger bestehen vor allem aus den vier Ressourcen Braunkohle, Steinkohle, Erdöl und Erdgas. Die Kohle selbst ist vor mehreren Millionen Jahren aus Pflanzenresten entstanden, die keine Möglichkeit der Kompostierung hatten und einer großen Hitze sowie einem extrem hohen Druck ausgesetzt waren. Durch diesen Prozess hat sich über Millionen Jahre ein Sedimentgestein gebildet, welches als Brennstoff genutzt werden kann. Während die Braunkohle aufgrund ihrer geringen Dichte einen ziemlich schlechten Brennwert aufweist, kann die relativ edle Steinkohle mit besseren Energiewerten aufwarten.

Erdöl ist im Grunde auf eine ziemlich ähnliche Art und Weise entstanden, jedoch waren die Basis Kleinstlebewesen, die luftdicht eingeschlossen wurden. Durch einen Prozess, der mindestens 500 Millionen Jahre gedauert hat, konnte sich ein komplexes Gemisch entwickeln, welches heute als einer der effizientesten fossilen Energieträger gilt. Das Erdgas entstand im Übrigen fast immer mit dem Erdöl zusammen, so dass man bei einer Förderung auch immer beides finden kann.

Wie werden die fossilen Energieträger genutzt?

Kohleabbau Da man die Energie der Kohle durch Verbrennung nutzen kann, liegen ihre Verwendungsmöglichkeiten natürlich zunächst im Heizen. Im 19. Jahrhundert war es beispielweise ganz normal, einen Kohleofen zur Beheizung zu nutzen, da die Kohle lange brannte und für entsprechende Wärme gesorgt hat. Natürlich wird vor allem die Steinkohle aber auch zur Stromerzeugung genutzt, wobei es in Deutschland heute recht viele Kohlekraftwerke gibt. Die Nutzung der Braunkohle ist dagegen etwas zurückgegangen, weil sie weniger effizient ist und sich zudem einige Probleme beim Tagebau ergeben.

Das Erdöl findet nicht nur in der Stromerzeugung, der Beheizung und der Benzinerzeugung seine Verwendung, sondern auch bei der Produktion vieler verschiedener Produkte. Fast die gesamte Chemiebranche hängt am Erdöl, weil es dort für sehr viele chemische Verbindungen genutzt wird. Der Anteil der Chemiebranche am gesamten Erdölverbrauch liegt mit knapp 7% jedoch sehr niedrig, wohingegen vor allem Kraftstoffe den Löwenanteil beanspruchen. Neben dem normalen Benzin schlägt hier natürlich auch das Kerosin zu Buche, welches für den Flugverkehr benötigt wird.

Auch das Erdgas wird zur Stromversorgung genutzt, findet seine hauptsächliche Verwendung jedoch in der Beheizung. In Deutschland heizen beispielweise über die Hälfte aller Haushalte mit Gas, was die Bedeutung dieses fossilen Energieträgers unterstreicht. Mittlerweile wird Erdgas jedoch auch zum Antrieb von Kraftfahrzeugen genutzt, da dies in Deutschland aus ökologischen Gründen steuerlich gefördert wird.

Vorteile der fossilen Energieträger

Die Vorteile der fossilen Energieträger lagen lange Zeit in mangelnden Alternativen und auch heute ist es nur sehr schwierig, das Erdöl zu ersetzen. Im Bereich der Stromerzeugung gibt es zwar regenerative Energiequellen, die allerdings im Vergleich zu Erdöl, Kohle und Erdgas noch viel zu teuer sind und nur durch steuerliche Förderungen überhaupt wirtschaftlich angeboten werden können. Dazu kommt natürlich die technologische Reife bei der Verwertung, die beim Erdöl, bei der Kohle und auch beim Erdgas fast an ihr Maximum gelangt ist, während die Nutzung anderer Energieträger rein technologisch gesehen noch in den Kinderschuhen steckt. Im Bereich der Kraftstoffe gibt es momentan immer noch kaum Alternativen zum Benzin und zum Erdgas, wobei immer noch an einem geeigneten Elektroantrieb mit guter Speicherkapazität geforscht wird.

Spezifische Probleme der fossilen Energieträger

Es gibt zwei große Probleme, die man in Verbindung mit den fossilen Energieträgern immer wieder betonen muss. Das erste bezieht sich dabei auf ihre begrenzten Vorkommen, denn sowohl das Erdöl, als auch das Erdgas und die Kohle werden selbst nach optimistischen Schätzungen maximal noch 100-200 Jahre halten, wobei vor allem beim Erdöl davon ausgegangen wird, dass im schlimmsten Fall schon in knapp 30 Jahren keine Ressourcen mehr zur Verfügung stehen. Der zweite problematische Aspekt ist die Umweltverschmutzung, die insbesondere aus der Verbrennung von Erdöl und Kohle resultiert, jedoch auch beim Erdgas durch den Ausstoß von Methan entsteht. Beim Erdgas muss zusätzlich in Betracht gezogen werden, dass durch eine Erdgasexplosion verheerende Schäden entstehen können.

Fossile Energieträger - Fazit

Die fossilen Energieträger waren lange Jahre Garanten für unsere Energieversorgung und werden auch noch für eine lange Zeit ein unentbehrlicher Faktor bleiben. Da jedoch mittlerweile Alternativen sichtbar sind, die die Nachteile der fossilen Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas ausgleichen, werden diese natürlich zukünftig immer wichtiger und die fossilen Energieträger mit der Zeit verdrängen.

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