szmtag

Startseite > Energie-Lexikon > Kernfusion

Kernfusion

Die Sonne verdankt ihre Strahlungsenergie der Kernfusion, denn auf dem wichtigsten Planeten unseres Universums werden bei höchsten Temperaturen permanent Wasserstoffkerne zusammengepresst, die nach dem Zusammenschmelzen unter Freigabe großer Energiemengen Helium bilden.

Mit dem Ziel der Energiegewinnung arbeitet die Kernfusionsforschung seit Jahrzehnten daran, diesen Prozess, also das Verschmelzen zweier Atomkerne zu einem neuen Kern unter Energiefreisetzung, zu simulieren und kontrolliert ablaufen zu lassen. In Kernfusionsreaktoren sollen leichte Atomkerne eine Fusion eingehen und damit eine Kettenreaktion auslösen, die Wärmeenergie erzeugt. Als Brennstoff wird vorrangig das Atompaar Deuterium und Tritium eingesetzt, das nur eine geringe Abstoßung aufweist und somit leichter zu einer Fusion zu bewegen ist. Bis heute liegen Kernfusionskraftwerke nur im experimentellen Stadium vor. Viele Fragen müssen noch erforscht werden und geeignete Werkstoffe zur Sicherung der Fusionsprozesse liegen noch nicht in dem Maße vor, dass ein Kernfusionskraftwerk wirtschaftlich betrieben werden könnte.

Der Vorteil der Kernfusion liegt vor allem darin, dass größte Energiemengen ohne Kohlendioxidausstoß regenerativ erzeugt werden können und sich damit die Umweltbelastung reduziert. Am weitesten fortgeschritten ist die Entwicklung des internationalen Kernfusionsreaktors ITER (International Thermonuclear Experimental Reactor) in Cadarache in Südfrankreich.

| Copyright © 2008-2011 energievergleich.de - Jetzt Gas- und Stromkosten sparen!