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Kernenergie

Aus physikalischer Sicht ist unter Kernenergie die Bindungsenergie der Teilchen eines Atomkerns gemeint. Eine besonders hohe Kernenergie weisen die Elemente Uran, Plutonium, Deuterium und Tritium auf.

Vor dem Hintergrund der Stromerzeugung spielen vor allem die Kernspaltung und die Kernfusion eine große Rolle. Bei der Kernfusion wird der Kern des Uran 235 durch Beschuss mit einem Kernteilchen in zwei oder manchmal drei Teile, die Spaltprodukte, geteilt. Dabei wird eine enorm starke Kernenergie freigesetzt, die etwa 210 MeV pro Atomkern beträgt. Die freigesetzte Kernenergie setzt sich aus der kinetischen Energie der Spaltprodukte, der Neutronen und der Energie der dabei auftretenden Strahlung zusammen. Das Spalten eines Atomkerns hat normalerweise eine Kettenreaktion zur Folge. In Kernkraftwerken wird diese Spaltungskettenreaktionen kontrolliert und zur Stromerzeugung genutzt.

Bei der Energiegewinnung durch Kernfusion wird ebenfalls die Kernenergie eingesetzt. Als Rohstoff werden vor allem die Wasserstoffisotope Deuterium und Tritium eingesetzt – Deuterium ist im Ozean in ausreichendem Maße verfügbar.

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