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Erneuerbare Energien

auch: Regenerative Energien, Alternative Energien

Erneuerbare Energien stammen aus nachhaltigen Quellen, die sich durch den natürlichen Kreislauf von selbst erneuern. Sie werden auch als regenerative oder als alternative Energien bezeichnet. Ihr Vorkommen ist nicht begrenzt, sondern sie sind auf Dauer für den Menschen verfügbar. Nachhaltigkeit der regenerativen Energie bedeutet, dass sie sich schneller regenerieren kann, als sie vom Menschen verbraucht wird. Erneuerbare Energien sind vor dem Hintergrund der begrenzten Verfügbarkeit fossiler Rohstoffe wie Erdöl in den Mittelpunkt der Betrachtungen gerückt. Durch den Einsatz regenerativer Energie kann eine Antwort gefunden werden auf die steigenden Ölpreise und die begrenzten Ausbeutungsmöglichkeiten des Erdöls. Auch die Abhängigkeit von Öl produzierenden Regionen soll durch die zunehmende Verwendung von Alternativenergie verringert werden. Ein weiterere Motivation für das Bestreben, fossile Brennstoffe durch alternative Energieformen zu ersetzen, ist der hohe Kohlendioxid-Ausstoß bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe, der eine Erderwärmung verursacht, die das Leben auf der Erde gefährden kann. Die Umwandlung erneuerbarer Energien hinterlässt keine toxischen oder nicht weiter verwertbaren Rückstände. Der Einsatz von regenerativer Energie wird deshalb auch gefördert, um Alternativen zur Kernenergie zu finden, bei der die Kernabfallfrage bis heute ungelöst geblieben ist.

Erneuerbare Energien sind vielfältig und liegen in sehr verschiedenartiger Form vor. Bioenergie wird durch die Verrottung von pflanzlichem Material gewonnen. Mit Ethanol, Biowasserstoff, eigens für diese Zwecke angebauten Pflanzen und mit Holz werden Biogasanlagen betrieben und Biodiesel als Kraftstoff erzeugt.

Wasserenergie ist eine regenerative Energieform, die in Form von fließenden Gewässern, mit der Meeresströmung und mit natürlichen oder von Menschen geschaffenen Stauseen vorliegt. Wasserkraftwerke nutzen die Energie der Strömung, der Wellenenergie des Meeres oder der Gezeiten aus. Osmosekraftwerke verarbeiten die Unterschiede zwischen Süß- und Salzwasser zu Strom.

Windenergie wird schon seit Jahrhunderten durch Windmühlen oder Windkraftanlagen zur Umwandlung von mechanischer in elektrische Energie genutzt. Aufwindanlagen stellen eine Sonderform dar, die in einem Thermikkraftwerk den physikalischen Effekt ausnutzen, dass warme Luft nach oben aufsteigt.

Mit der Geothermie liegt eine regenerative Energieform vor, die die Erdwärme in tieferen Erdschichten z.B. für Wärmepumpenheizungen ausnutzt. Auch oberflächennahe Erdwärme kann durch Kraft-Wärme-Kopplung zur nachhaltigen Energiegewinnung genutzt werden.

Im Praxiseinsatz ist die Solarenergie die am weitesten fortgeschrittene erneuerbare Energie. Neben Sonnenwärmekraftwerken, die die energiereichen Sonnenstrahlen mittels Solarkollektoren auffangen, wandeln Photovoltaikanlagen die Sonnenenergie direkt in elektrischen Strom um.

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