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Erdwärme
auch: Geothermie
Unter Erdwärme versteht man Wärmeenergie, die in der Erdkruste in Tiefen gespeichert ist, die mit entsprechenden Förderanlagen noch erreicht werden können (etwa 3 km).
Da Erdwärme praktisch unbegrenzt verfügbar ist, wird sie zu den umweltfreundlichen regenerativen bzw. erneuerbaren Energieformen gezählt. Erdwärme, die als Energiespeicher auch mit dem Begriff Geothermie beschrieben wird, ist seit der Entstehung der Erde in deren Kern bis zu weiter außen gelegenen Erdkrusteschichten vorhanden. Die Erdwärme ist eine Erscheinungsform der während der Erdentstehung ursprünglich vorhandenen kinetischen (Bewegungs-) Energie; sie kühlt aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit der Gesteine im Erdinneren nur sehr langsam ab. Geothermie kann zur Heizung von Gebäuden oder Brauchwasser direkt genutzt werden. Eine direkte Nutzung der Geothermie setzt allerdings eine räumlich nahe Erdwärmequelle voraus. 2008 sind in Deutschland etwa 30 Anlagen zur direkten Erdwärmenutzung mit einer Leistung von jeweils über 2 MW im Einsatz. In Geothermiekraftwerken wird Erdwärme in Strom umgewandelt. Das dabei genutzte Kraft-Wärme-Kopplungs-Prinzip (KWK) weist einen hohen Wirkungsgrad auf. Das leistungsstärkste deutsche Geothermiekraftwerk erzeugt in Neustadt-Glewe in Mecklenburg-Vorpommern 230 kW.
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